Genetic/Narcissistic Rage

Alle meine Verwandten, Eltern, Geschwister –

seit Jahrzehnten Rauch in den Fingern wie Flüster.

Sie reden von Liebe, von Heimat, von Pflicht,

doch der Rauch nimmt mir Atem, Gesicht.

Sie lachen im Kreis, mit Glut in der Hand,

als wär Gift ein Erbe, als wär Rauch ihr Land.

Ich schweige im Raum, der sich langsam füllt,

bis meine Lunge in Stille zerbrüllt.

Sie nennen es Alltag, Gewohnheit, Genuss,

doch ich spür nur Erstickung, den täglichen Kuss

von Zigaretten, wie Flüche im Wind,

und frage mich leise: „Was bleibt mir, Kind?“

Ich träume von Luft, die nach Freiheit schmeckt,

von einem Ort, wo nichts nach Asche leckt.

Doch jedes Treffen – ein Feuer, ein Bann.

Ich bin die Einzige, die nicht atmen kann.