„An die, die uns unser Recht verweigern“
Ihr, die ihr Karten zeichnet mit Zittern,
doch unser Land löscht mit einem Strich –
Ihr nennt uns Gefahr, nennt uns Splitter,
doch euer Frieden lebt ohne Gesicht.
Ihr sprecht von Gesetzen, von Ordnung, von Staat,
doch wo war das Recht, als man uns vergrub?
Als unsere Namen verboten,
unsere Sprache ein Fluch,
unsere Lieder erstickt im Staub eurer Schuhe?
Ihr nennt uns Schatten –
doch wir sind der Berg.
Ihr nennt uns Problem –
doch wir sind der Ursprung.
Ihr nennt uns Terror –
doch wir tragen nur das,
was ihr uns genommen habt.
Wir haben keine Panzer,
nur Geduld.
Keine Flaggen in Palästen,
nur Farben in Herzen.
Und doch fürchtet ihr uns –
weil wir nie vergehen.
Denn was lebt ohne Recht,
aber nicht schweigt –
ist nicht tot.
Es wächst.