Armenien – Land der Raucher und stillen Gestalten
Armenien,
Land der Zigarettenwolken,
wo selbst der Morgen
nach Asche riecht.
Menschen stehen
wie Skulpturen an Straßenecken,
eine Zigarette in der Hand,
Blicke leer,
als hätten sie schon
zu viel gesehen.
Sie reden nicht über Träume.
Nicht über Schmerz.
Nicht über Vergangenheit.
Nur über Preise.
Politik.
Das Wetter.
Immer dieselben Kreise.
Stille ist hier
kein Frieden,
sondern Gewohnheit.
Ein Schweigen,
das gelernt wurde.
Die Straßen reden mehr
als die Menschen.
Die Mauern wissen alles,
aber sagen nichts.
Und ich laufe dazwischen,
atme Rauch,
suche Stimmen,
die ehrlich klingen.
Doch die Worte bleiben
in den Kehlen stecken,
wie ungeweinte Tränen.
Armenien,
Land der Raucher
und stillen Gestalten.
Wo sogar die Berge
mehr sagen
als die Menschen.