„Auch ich bin Bedürftige“
Auch ich bin Bedürftige,
nicht weil ich es wollte,
sondern weil sie nie wollten,
dass ich etwas anderes bin.
Sie schnitten die Flügel,
noch bevor ich wusste,
dass ich welche hatte.
Sie nannten es Schutz –
es war ein Käfig.
Wenn ich aufstehen wollte,
zogen sie am Boden.
Wenn ich sprach,
legten sie mir ihre Stimmen in den Mund.
Wenn ich träumte,
erzählten sie mir von Rechnungen.
Auch ich bin Bedürftige,
nicht aus Wahl,
sondern weil sie mir die Wahl nahmen.
Ich hätte geleuchtet,
doch sie drehten das Licht aus
und nannten es Nacht.
Und nun stehe ich hier,
mit offenen Händen
nicht aus Gier,
sondern weil mir nie
etwas bleiben durfte.