„Bashaleni“
Ich gehe, wenn das Blut sich meldet,
nicht beschämt, nicht verborgen –
ich gehe dorthin,
wo keine Männer ihre Götter auf mich werfen,
wo keine Stimmen mir Reinheit abkaufen wollen.
Im Bashaleni –
da flüstern nur Frauen.
Sie reden nicht in Werbung,
nicht in Befehlen,
nicht in den Stimmen der Städte,
die uns kleiner machen sollen.
Wir legen das Tuch nicht ab für ihre Lüste,
wir legen es ab für uns.
Wir sitzen mit dem Mond,
und atmen, wie es Mütter taten
bevor der Staat uns entzweite.
Im Kalash Valley blutet man nicht heimlich,
es ist kein Skandal –
es ist ein Ritual.
Dort bin ich kein Schandfleck,
keine Hysterie,
kein medizinischer Vorfall.
Dort bin ich nur: Menschin.
Erdwärts.
Heilig.
Still.