Bis auch die Schwangeren husten
Ich werde nicht ruh’n, bis der Dunst sich legt
auch auf die Frau, die ein Kind in sich trägt.
Bis auch die Schwangere keucht und flucht,
weil Rücksicht längst im Rauch verbucht.
Ein Leben im Bauch? Mir doch egal.
Ich zünd die Kippe mit Wut und mit Stahl.
Warum soll ich leiden ganz allein?
Sollen alle im selben Nebel sein.
Kein Schutz, kein Abstand, kein Tabu –
der Glimmstängel macht nie einfach Ruh’.
Auch Ungeborene sind mir recht,
denn Mitleid macht mich weich und schlecht.
Ich will Gerechtigkeit – auf meine Art,
zerstört, was atmet, verbrennt, was zart.
Und wenn du fragst: „Was stimmt mit dir nicht?“ –
dann sag ich: Nichts. Ich lösch nur Licht.
Doch tief in der Lunge brennt heimlich ein Rest
von dem, was ich hasse – das ich nie vergesse.
Denn sie haben mein inneres Kind schon verbrannt,
jetzt brennt, was noch lebt, in meiner Hand.