„Das Muttermal spricht“
Ein dunkler Fleck an meinem Arm,
nicht schmerzhaft –
aber laut.
Er flüstert nicht in meiner Sprache,
er flüstert in Sand.
Er sagt:
„Du warst nicht nur Stein,
du warst auch Sonne.“
Ich seh ihn,
und er erinnert mich
an Märkte,
an Lehm,
an Linien unter Augen,
die nie meine waren.
Er sieht aus wie Südwind.
Wie Nil, wie die Levante.
Wie Küste.
Und ich?
Ich wollte Wald.
Ich wollte Fels.
Ich wollte Nebel.
Doch er bleibt –
und sagt mir leise:
„Du kannst mich hassen,
aber ich geh nicht.
Denn ich bin nicht Fehler.
Ich bin Erinnerung.“