„Das Spiel ist noch nicht vorbei – aber vorbei“
Das Spiel ist noch nicht vorbei,
die Uhr tickt weiter,
die Rollen drehen sich,
die Bühne leuchtet wie immer
– aber ich bin nicht mehr da.
Die EU redet von Rechten,
doch sie meint Ordnung.
Sie spricht von Integration,
doch sie meint Gehorsam.
Und ich? Ich habe mich
nicht eingefügt.
Ich bin durchgelaufen –
unsichtbar, aber nicht stumm.
Die Kurden –
mein Volk ohne Flagge,
ohne Schutz,
ohne Heim.
Sie atmen weiter,
aber man hört sie nicht.
Sie schreien,
aber nur der Wind antwortet.
Und dann ist da
dieses unausweichliche Schicksal,
das man uns in die Wiege gelegt hat –
ohne Wiege, ohne Lied,
nur mit Staub und Stolz.
Und der Ahnung,
dass der Weg nie einer sein wird,
den man uns freimacht.
Das Spiel ist noch nicht vorbei –
aber vorbei.
Denn ich spiele nicht mehr mit.
Ich stehe am Rand.
Nicht als Zuschauerin,
sondern als Zeugin.
Ich sehe, was ihr macht.
Ich weiß, was ihr hofft.
Und ich werde
nicht mehr
mitspielen.
Ich werde mitspielen müssen.