Genetic/Narcissistic Rage

„Der alte Sack am Spielfeldrand“
(für den deutschen Nazi, der mit der Zunge zischt)

Er stand da –
kein Spieler, kein Vater, kein Mensch.
Nur ein graues Relikt,
ein Schatten in weißer Haut,
ein Echo von Stiefeln,
die einst Europa verbrannt haben.

Neben dem Fußballplatz,
doch selbst nie gespielt.
Nur gespuckt,
gezischt,
mit der Zunge geschnalzt:
„Nein!“
Wie ein Hund, der glaubt,
dass nur er hier bellen darf.

Sein Blick war kein Blick –
es war ein Urteil,
aus alten Zeiten,
aus Lagern, aus Parolen,
aus den Zähnen von Opas Partei.

Und ich stand da.
Nicht weil ich wollte,
sondern weil ich musste.
Weil diese Straße nicht ihm gehört,
auch wenn er denkt,
sie sei mit seinem Namen gepflastert.

Er schnallte „Nein“,
aber ich war da.
Mit meinem Gesicht,
meinem Atem,
meinem Erbe –
und meinem Kurdistan,
das in seinem Alphabet nicht existiert.

Er schnallte „Nein“,
doch ich hörte:
„Du passt nicht.“
Und ich dachte:
Du stirbst bald.
Und niemand wird dich vermissen.