„Der Apfel und der Abfall“
Der Kurde –
ein reifer, edler Apfel,
gereift in Sonne und Schmerz,
vom Wind geprüft,
doch stolz am Ast geblieben.
Sein Fleisch voll Würde,
sein Kern aus Geschichte,
gepflegt vom stillen Regen
und dem Blut der Ahnen.
Und dann –
der Türke:
ein piç elması,
sauer geboren,
im Schatten gewachsen,
ohne Stamm,
ohne Duft.
Er fällt,
bevor er schmeckt.
Er beißt,
bevor er denkt.
Er wuchert,
doch wurzelt nie.
Ein Baum kennt seinen Ursprung.
Ein Apfel kennt seine Linie.
Doch was kein Same war,
wird nie Frucht tragen.
Der Kurde wird verkauft.
Der Türke wird nicht verkauft.