Genetic/Narcissistic Rage

“Der kurdische Eigentümer, der türkische Nachbar und der Gärtner, der nie gärtnert”
Der Eigentümer ist längst weg. Lebt in Europa. Kurde. Das Haus steht leer – so denkt er. Doch der Strom läuft weiter. Der Vertrag? Noch immer auf seinen Namen.

Der türkische Nachbar nutzt die Versorgung, als wäre sie vom Staat persönlich gesponsert. Kein schlechtes Gewissen – nur Alltag.

Und der Garten? Kein Ort des Wachstums. Sondern ein Ablageplatz. Alte Flaschen, Plastikstühle, Zigarettenstummel. Der Gärtner, der bezahlt wird, tut: nichts. Er lässt es geschehen. Vielleicht glaubt er, Müll sei eine Form von Dekoration.

So steht das Haus da – nicht als Heimat, sondern als leerer Besitz irgendwo in einem Land, das einem immer fremder wird.
Der Müll häuft sich.
Der Strom fließt.
Die Rechnungen landen beim Falschen.

Und alle finden das... ganz normal.