„Der Stuhl, der furzt“
Da sitzt sie –
nicht mit Würde,
nicht mit Stolz,
sondern mit diesem schmierigen Grinsen
zwischen Dreck und Gier.
Und jedes Mal,
wenn sie ihren Stuhl rückt,
klingt es wie ein Furz –
ein langgezogener, widerlicher Ton,
als würde ihr Körper selbst
die Wahrheit über sie aussprechen.
Sie denkt, sie sei unsichtbar,
aber sie ist der Lärm,
den niemand will.
Sie ist der Ton,
den selbst die Wände verachten.
Eine Nachbarsfrau –
nicht vom Leben geschlagen,
sondern vom Anstand verlassen.
Mit Stühlen, die mehr reden
als sie selbst je gedacht hat.
Sie furzt nicht –
aber ihr Stuhl spricht für sie.
Und ich höre ihn.
Jeden.
Verdammten.
Tag.