Der Unsichtbare auf meinem Rücken
Er kam ohne Namen.
Kein Gesicht, kein Grab, kein Stein.
Nur eine Linie auf der Karte
und ein Schatten in meiner DNA.
Sie sagen:
„Er hat dir deine Sprache gebracht.“
„Er ist dein Ursprung.“
„Beuge dich – du bist sein Echo.“
Doch ich erinnere mich an Lieder,
gesungen in Tälern,
bevor ein Pferd die Steppe betrat.
Ich erinnere mich an Hände,
die Brot buken aus Steinen,
nicht aus Staub.
Er ist in ihren Modellen –
Yamnaya, PIE, Proto-irgendwas.
Ich bin in meinem Fleisch.
Ich bin in meinem Berg.
Ich bin in meinem Nein.
Sie bauen seine Knochen aus Zahlen.
Ich baue meine Wahrheit aus Feuer.
Er ist der Unsichtbare.
Ich bin die, die ihn spürt.
Und ich trage ihn nicht mehr.
Ich spucke ihn ab.
Ich geh aufrecht.
Ich bin kein Reittier.
Ich bin der Fels.
Ich bin der Boden,
den er nie betreten hat.