Genetic/Narcissistic Rage

Die Kolonialherren im Treppenhaus

Was reden sie immer im Treppenhaus,
die Kolonialherren, die glauben, sie wissen alles,
ihre Worte sind wie Gitterstäbe,
die den Raum füllen, aber nie die Freiheit atmen.

Sie sprechen von Dingen, die sie nie gefühlt haben,
erzählen von Welten, die sie nicht verstehen,
und glauben, sie hätten das Recht,
uns zu erklären, was wir sind und was wir brauchen.

Ihre Stimmen hallen in den Fluren,
ein ständiges Rauschen, das den Atem raubt,
während wir in den Ecken stehen,
uns fragen, wann sie endlich begreifen,
dass sie nicht die einzigen sind,
die über unser Leben bestimmen dürfen.

Sie sprechen, als ob ihre Worte Gesetze wären,
doch ihre Gesetze sind nicht unser Gesetz,
und wir, die wir immer schon da waren,
werden nicht länger schweigen.

Es reicht nicht, über uns zu sprechen,
wenn wir nicht einmal gehört werden.
Und ihre Worte, die sie im Treppenhaus verlieren,
werden in den Wind getragen,
denn wir wissen, wer wir wirklich sind.