Genetic/Narcissistic Rage

Die schwerste Last

Nicht Fremde reißen meine Haut,

nicht die, die fern im Dunkel lauern.

Am tiefsten trifft, was mir vertraut,

die eignen Stimmen, die mich schauern.

Die Welt ging unter, wurde still,

die Pandemie war Fluch und Segen.

Doch nun, da alles leben will,

tritt mir mein Volk auf meine Wegen.

Sie nennen mich nicht eine von sich,

sie legen Steine in mein Leben.

Und was am meisten bricht in mir:

dass sie mir keine Wärme geben.

Die Fremden tun, was Fremde tun,

doch meine eignen – die zerreißen.

So bleibt mir nur das stille Ruhn,

und Wunden, die mich niemals beißen.