„Die stille Gilde“
Sie tragen kein Abzeichen, kein Banner, kein Schwur,
doch ihre Macht fließt durch Gänge aus Flur.
Die Spielothek flackert – ein Licht ohne Gnade,
sie sammelt die Schwachen, verschlingt jede Wade.
Daneben der Arzt mit dem weißen Gewand,
doch sein Blick ist berechnet, die Geste geplant.
Er tastet die Körper, doch nie die Not,
sein Rezept ist Routine, sein Stift das Gebot.
Und oben im Amt, auf dem Thron aus Papier,
sitzt der Beamte, der schweigt wie ein Tier.
Er stempelt das Leben, er nickt und vergisst,
ob du weinst oder kämpfst – er merkt nicht, wer du bist.
Drei Pfade, drei Kräfte – vereint durch System,
sie tanzen im Schatten, doch wirken bequem.
Eine Gilde des Alltags, so trocken, so stumm,
doch hinter den Mauern macht alles: bumm.