„Die Straße hatte gegessen“
Sie stand auf dünnem Bein,
verbeult vom ersten Stoß.
Ein Flügel hing wie nasse Wäsche,
der Kopf zuckte,
als würde er noch etwas fragen.
Die Augen flimmerten,
kein Ort zum Fliehen,
nur das Dröhnen –
näher, schneller, gleich.
Sie drehte sich nicht mehr weg,
sie taumelte,
halb Fall, halb Stolz.
Der Brustkorb hob sich,
ein letztes Mal.
Dann das Auto.
Ein Schlag,
kein Geräusch –
nur das Platzen.
Flaum flog in Spiralen,
ein schiefer Flügel
zitterte kurz
und war dann nichts.
Der Fahrer fuhr weiter.
Die Straße hatte gegessen.