„Die Worte des Mannes meiner Tante“
Er sagte es leise, fast wie im Scherz,
doch traf es mich tief, direkt in mein Herz.
Ein Wort – so hässlich, so scharf wie ein Schnitt,
sprach er, der mich doch gar nicht richtig kennt, kein bisschen, kein Stück, kein mitfühlender Blick.
Was sieht so ein Mensch, wenn er urteilt so schnell?
Ein Spiegel? Ein Schatten? Ein kaltes Modell?
Bin ich nur das Bild, das er selbst nie verstand –
ein Kind aus dem Wind, aus vergessenem Land?
Doch ich bleib nicht stehen, nicht klein, nicht gebückt,
sein Blick ist nur Staub, der vom Stolz mich entrückt.
Denn Schönheit – sie wächst, wo Würde beginnt,
wo einer sich selbst in der Tiefe wiederfind’t.
Ich trag meine Wurzeln wie leuchtendes Kleid,
aus Feuer geboren, aus alter Zeit.
Und Worte wie seine? Verwehen im Wind –
ich bin nicht hässlich. Ich bin ein Kind
des Widerstands, des Lebens, der Glut –
und seine Verachtung gibt mir nur Mut.