Donaueschingen unter den Nägeln
Die Leute hier, ein kalter Schein,
wie Schmutz, der kriecht ins Leben rein.
Sie lächeln flach, sie schauen leer,
kein Herz, kein Halt, nur graues Meer.
Sie reden viel, doch sagen nichts,
ihr Blick so stumpf, ihr Wesen schlicht.
Wie Dreck, der unter Nägel kriecht,
der klebt, obwohl man ihn nicht riecht.
Sie sitzen still in tristem Glanz,
kein Feuerblick, kein Funkenkranz.
Und wenn du schreist, sie hören nicht—
sie sind aus Staub und Pflicht und Pflicht.
Donaueschingen, kalte Haut,
dein Atem stinkt, dein Lächeln taut.
Die Straßen glatt, die Seelen rau,
kein Mensch hier echt, nur Stimme – grau.
Du bleibst der Staub, den niemand will,
der Rest, der klebt, doch bleibt nicht still.
Ich spür dich unter jedem Blick—
doch bald kratz ich dich einfach weg.