„Du bist ein Mann“, sagte sie
als ich blutete.
Als mein Körper sich wölbte,
meine Haut schmerzte
und ich in Stille zerfiel.
Sie sah meine Stimme nicht,
meine Wärme nicht,
nur Linien, Winkel,
die ihr nicht gefielen.
Ich war kein Sohn.
Ich war keine Tochter.
Ich war ein Fehler in Form,
ein Körper, den sie nicht einordnen konnte.
Sie sprach kein Wort der Würde,
nur das Urteil ihrer Welt.
Und ich trug es –
nicht weil es stimmte,
sondern weil ich noch an ihre Stimme glaubte.
Aber jetzt sag ich:
Ich bin kein Mann.
Ich bin kein Spiegel für deine Enttäuschung.
Ich bin ich.
Und ich bin noch hier.