„Du sagst, ich sei tot“
Du,
mit Metall im Herzen
und Rauch in der Lunge,
schaust mich an
und sagst:
„Du bist schon tot.“
Aber ich höre den Sauerstoff zischen,
höre, wie die Maschine dich durch den Tag schiebt.
Ich sehe,
wie du nach Luft ringst,
während du mich begräbst –
lebendig,
klar,
wach.
Ich bin nicht tot.
Ich weiche deinem Rauch aus.
Ich zähle deine Zigaretten,
nicht meine Tage.
Ich sterbe nicht.
Ich sehe zu,
wie du es tust –
in Zeitlupe,
mit jedem Zug.
Wenn ich tot wäre,
würde ich still sein.
Aber ich bin hier.
Ich atme.
Ohne Filter.
Ohne Lüge.
Ohne Scham.
Du sagst, ich sei tot –
weil ich dich nicht mehr vergifte
mit Verständnis.