Genetic/Narcissistic Rage

„Du trinkst aus Eimern – und willst mein Leben sehen?“

Du,
die kein fließend Wasser hat,
sitzt in der Hitze,
und bekommst Bilder
von meinem Zimmer,
meinem Raum,
meinem Dasein –
durch einen Mann,
der mein Bruder sein sollte.

Du willst wissen,
was ich bin?
Was ich trage,
was ich pflanze,
was ich tue,
während deine Welt
nicht mal ausreicht,
um dich selbst zu waschen?

Du siehst mich durch sein Handy,
doch du wirst mich nie begreifen.
Denn selbst ohne Geld,
ohne Macht,
ohne Ort –
bin ich mehr als du mit deinem ganzen Zugriff.

Ich bin nicht dein Fernseher.
Ich bin kein Exil,
kein Ersatz,
kein „weißer Raum“ für deinen Schmutz.

Du kriegst Bilder –
aber nie mich.

Und wenn du glaubst,
du hast etwas gewonnen,
weil er dir mein Leben liefert,
dann irrst du dich.

Denn er hat sich verloren.
Und du warst nur die Falltür.