„Ein Name, der euch gestört hat“
Mein Name klang euch zu fremd,
zu anders,
zu wenig weichgespült,
zu wenig europäisch,
zu wenig christlich.
Ich war Derya.
Und das war euch zu viel.
Der andere?
Der hat seine Kinder Jason genannt.
Kevin.
Emily.
Damit ihr lächelt,
damit ihr klatscht,
damit ihr sagt:
„Schaut, wie gut integriert.“
Ihr habt ihn akzeptiert,
weil er sich selbst verraten hat.
Mich nicht.
Weil ich blieb,
wie ich bin.
Ihr habt mich mit Blicken verurteilt,
habt Namen zu Messern gemacht,
habt aus einem Vornamen eine Schuld gebaut,
die ich nie hatte.
Aber wisst ihr was?
Mein Name bleibt.
Meine Wurzeln bleiben.
Mein Stolz bleibt.
Egal wie viele Jasons ihr noch umarmt,
und wie viele Deryas ihr noch wegstoßen wollt.
Und der Iraner darf machen was er will.
Der Iraner ist unerreichbar.
Der Iraner kommt von einem anderen Stern.
Der Iraner geht fast als Sudasiate durch.
Der Iraner ist der wahre Zagrosier.
Der Deutsche weiß das auch.
Ich mit meinem Namen Derya bin aber keine Christin.