Genetic/Narcissistic Rage

„Ein Name wie Hoffnung“

Da war ein Name,
hell wie Morgenlicht:
Dilara.
Klang wie Heimat,
wie ein kurzer Gruß
von einer verlorenen Schwester
inmitten dieser kalten Mauern hier.

Doch die deutsche Frau,
die Torhüterin des Telefons,
mit Betonstimme und leerem Blick,
entschied:
„Nein.“

Nicht mal ein Versuch,
nicht mal die Frage,
ob es wichtig ist,
ob es um mehr geht
als nur ein Anruf.

Die deutsche Frau
hat mich weggedrückt
wie eine Störung,
wie ein unerwünschtes Geräusch
in ihrem weißen, sterilen Alltag.

Und ich?
Ich sitze hier,
mit einem Namen auf der Zunge,
den ich nie erreichen durfte.
Ein Name,
der mir für einen Moment
so viel bedeutete.

Weil ich Kurde bin.
Weil die deutsche Frau es nicht verstehen will.
Weil die Deutschen es nie verstehen werden.