Genetic/Narcissistic Rage

„Ein T-Shirt ist nicht genug“

Sie sagen: „Da – ein Kurdistan-Shirt, sei still!“
Doch ich sag: Ein T-Shirt ist nicht, was ich will.
Ich will kein Symbol auf Baumwolle flach,
ich will ein Gewand – das atmet, das wach.

Ein Kleid, das Geschichten von Ahnen trägt,
das durch Berge und Tänze den Stolz bewegt.
Ein Gürtel mit Gold, ein Stoff voller Licht –
kein Massenprodukt mit billigem Stich.

Temu verkauft Palästina in Kleidern,
Arabien, Persien – und all die Begleiter.
Sogar Indien tanzt in Seide daher,
doch Kurdistan bleibt leer.

Nur T-Shirts, nur Caps – so billig, so hohl.
Doch wo ist der Stoff, der uns spiegelt – als Ganzes, als Volk, als Ziel, als Symbol?

Ich protestier – mit Blick und mit Herz,
gegen textile Ignoranz und kulturellen Schmerz.
Ich will nicht „modern“, ich will nicht „global“,
ich will, was von Anfang an war: mein Original.

Und wenn ich's erwähn, was hör ich da bloß?
„Dann fahr halt nach Kurdistan, Kind – was ist los?“
Als ob Stolz ein Zollhaus bräuchte zum Blühn...
Doch ich bleib hier – und lass trotzdem mein Volk weiter glühn.