„Ein Wort war zu viel – der Rauch nie genug“
Sie sagten:
„Pass auf, was du sagst –
ein Wort kann töten.“
Doch keiner sprach je davon,
wie Rauch Kehlen zerstört
und Seelen aus Räumen vertreibt.
Sie sagten:
„Das war beleidigend.“
Doch ihr Atem war Gift,
und ihre Nähe eine Falle –
sie traten über meine Grenzen,
aber ich war die Schuldige,
denn ich hatte ein Wort gesagt.
Ein Wort.
Ein Laut.
Ein Reflex aus Schmerz.
Sie, die täglich Asche streuen,
in Lungen, in Kleidung, in Leben –
sind frei.
Doch ich,
die das nicht erträgt,
bin hart,
bin falsch,
bin zu laut.
Mein Onkel starb nach einem Wort –
doch vorher kam der Druck,
die Last, die Jahre,
die Wut.
Ein Schimpfwort war zu viel –
der Rauch davor
war einfach da.
Und ich?
Ich sag ein Wort,
und die Welt empört sich –
doch keiner riecht den Qualm
auf meiner Haut, nur den bakteriendurchtränkten Schweiß.