Er hätte mich beschützt
Mein Onkel –
er hätte mich beschützt.
Er hätte nicht zugelassen,
dass mir etwas passiert.
Nicht durch Worte,
nicht durch Hände,
nicht durch Kälte,
nicht durch Schweigen.
Er hätte es gesehen,
bevor ich es aussprach.
Er hätte gespürt,
wenn ich nicht mehr konnte.
Sein Blick hätte mir Zuflucht gegeben,
sein Schweigen hätte verstanden.
Meine eigenen Eltern…
waren da.
Doch nicht immer auf meiner Seite.
Ihre Liebe war Pflicht,
nicht Wärme.
Ihre Worte waren Regeln,
nicht Trost.
Ich brauchte Schutz,
und fand ihn im Gedanken an ihn.
Nicht in jenen,
die mich hätten halten sollen,
sondern in dem,
der mich vielleicht wirklich gehalten hätte.
Er lebt nicht mehr.
Aber in meinen Träumen
steht er noch immer vor mir –
still, wachsam,
wie ein Schild
zwischen mir und der Welt.