Er starb an Glut
von Derya
Er ist tot.
Nicht plötzlich.
Nicht leise.
Sondern wie ein Baum,
der von innen verbrannt wird.
Sie hatten ihm die Beine abgesägt.
Als Warnung,
als Rechnung,
als letzte Grenze.
Doch selbst danach
hielt er die Zigarette
wie einen alten Freund,
der ihn nie verließ,
egal wie viel er kostete.
Er sagte,
es sei zu spät.
Dass man den Tod
nicht rückwärts rauchen könne.
Und vielleicht hatte er recht.
Vielleicht war er schon lange
auf halbem Weg unter der Erde –
sein Atem war längst
kein Versprechen mehr,
sondern ein Echo aus Asche.
Jetzt ist er weg.
Endgültig.
Was bleibt?
Ein leerer Stuhl.
Ein letzter Filter
zwischen den Tassen.
Und Luft,
die immer noch
nach ihm riecht.