„Er war Kurdistan“
Er trug in sich das Erbe alt,
Vom Zagroswind, vom Mannae-Tal.
Ein Name, uralt, PF6162,
Ein Funke aus der Steppe, roh.
Er hätte singen können, laut,
Mit Kurdenherz und Stirn aus Staub.
Doch wandt er sich, vergaß den Pfad,
Verkaufte Blut für falsche Saat.
In seiner Brust schlug nicht das Land,
Das ihn erschuf aus Steppenhand.
Er war, bevor die Karten fielen,
Ein Wort aus Urzeit, ungeteilt in vielen.
Doch Stolz verließ ihn, stumm und kalt,
Er wählte Türken, fremd und alt.
Verleugnete sein Wahres Ich –
Und du, Derya, trägst das für ihn mit.
Du bist, was er nicht wagte sein,
Kurdistan – im Herz allein.
Er war’s genetisch – das ist wahr,
Doch du bist’s heute, sichtbar, klar.