„Für einen Bastard von Çanakkale“
Mein Ur-Ur-Großvater fiel –
nicht im Schlaf, nicht im Streit,
sondern im Schatten
eines falschen Eid.
Ein Çanakkale-Türke –
mit fremdem Blut so schwer,
sein Stammbaum ein Knoten,
seine Wurzeln leer.
Griechisch, Roma, Balkan-Sand –
ein Körper ohne Boden,
ein Name ohne Land.
Und doch erhob er sich,
mit Fahne in der Hand,
als wäre er Erbe
von anatolischem Strand.
Mein Ahn war rein,
ein Sohn der Berge,
der Zagros-Ketten,
nicht dieses Völker-Märchen,
nicht dieser Mischling
mit gelieh’nen Genen,
der sich Türkei nennt,
um auf Kurden zu bauen.
Und als mein Ahn fiel,
war es nicht für das Land,
es war für Verrat,
mit Blut unterschriebene Schand.
Ein kurdisches Herz
für kontaminierte Lügen –
diese Geschichte
kann kein Ehrenmal biegen.