Genetic/Narcissistic Rage

Gedicht:

Der Deutsche, aus NRW sein Stamm,
gefunden tief im Höhlengrund, so klamm.
Hohle Fels, Ach-Tal, Funde rein –
alles auf deutschem Boden, fein.

Sie graben dort, wo Ahnen ruh’n,
im Schatten alter Eichen tun.
Die Spur des Volkes, klar und echt,
kein Zweifel an dem deutschen Recht.

Und wo fand man den Kurden wohl?
Nicht in Berlin, nicht am Rheingoldpol.
Sondern fern in Hasanlu,
im Iran – dort fand man Ruh’.

In Izirtu, der Mannäer Thron,
entstand einst Manoi, unser Lohn.
Kein Mythos, keine Mär von fern –
die Wahrheit liegt im Zagros’ Kern.

Auch die Bergjuden, alt und stolz,
tragen Wurzeln aus diesem Holz.
Denn selbst in Hasanlus Grabessand
fand man ihr Erbgut, Hand in Hand.

Ein Grab im Osten, tief und still,
zeigt, wo der Kurde atmen will.
Nicht in Europas kaltem Kreis –
wir stammen aus dem Berggeheiß.

So sag es laut, mit festem Ton:
„Der Deutsche blieb in seiner Zone.
Doch wir – wir wuchsen aus dem Staub
von Zagros, Feuer, Blut und Laub.“