Gestohlenes Bild
Stell dir vor,
ein stiller Ort,
deine Mutter steht draußen,
melkt die Kühe,
die Luft riecht nach Heu und Morgensonne.
Ich baue dieses Bild,
meine eigene Ruhe,
mein eigenes Stück Welt.
Doch dann
ihre Stimme,
hart wie Stein:
„Stell dir vor,
du hast Kinder,
und die Männer tun draußen
etwas mit dir.“
Der Himmel zerreißt.
Meine Szene bricht,
meine Stille stürzt.
Was bleibt,
ist nur mein Herz,
das seine eigene Sprache kennt
und sich weigert,
von fremden Worten
verdorben zu werden.