„Grillen in der Wüste Mesopotamiens“
Ist es seltsam,
wenn wir lachen im Staub,
wo einst Könige schwiegen
und Sterne wie Götter waren?
Ist es seltsam,
wenn wir Fleisch wenden
über Glut,
wo Hammurabi Gesetze schrieb?
Die Trommel schlägt,
und unsere Füße tanzen
auf dem gleichen Sand,
der einst Assyrer trug.
Wir essen mit Händen,
die Erinnerungen greifen –
an Uruk, an Eridu,
an Großmütter, die niemals Zion sagten.
Die Luft riecht nach Lamm,
nach Rauch, nach Vergangenheit.
Und doch singen wir nicht in Museen,
sondern unter offenem Himmel.
Barfuß,
unter dem Himmel von Ishtar,
tanzen Kurden, Juden, Armenier,
vergessen für einen Moment die Narben der Zeit.
Ist das seltsam?
Nein.
Es ist Gerechtigkeit.