„Hund ohne Leine“
Erst nannten sie mich Terrier,
ein Kläffer, zu wild, zu laut.
Dann wurde ich zum Pitbull,
zu bissig, zu stolz, zu vertraut.
Sie sagten:
„Du wirst mal Kinder haben, du wirst sehn!“
Dann:
„Wir wollen nicht wissen, wie deine Kinder aussehn.“
Und heute?
„Sei froh, dass du keine hast –
du würdest’s eh vermasseln,
du schaffst nicht mal den Alltag,
geschweige denn das Händchenfassen.“
Jede Meinung ein Messer,
jeder Satz ein neuer Schnitt.
Sie wechseln ihre Masken,
doch die Wunden bleiben mit.
Ich bin kein Hund,
kein Kind, kein Stück.
Ich bin ich –
und nehme mein Leben Stück für Stück zurück.