„Ich baue auf, was fiel durch Hand und Herz“
Ich will es aufbauen, Stein um Stein,
was andere rissen in Trümmer hinein.
Sie ließen es brennen, sie spuckten ins Licht –
doch ich sah die Asche und weinte nicht.
Ich hob sie auf, die Splitter der Zeit,
die Worte, die bluteten, laut und breit.
Ich dachte: Ich bin besser, ich mach es heil,
doch auch meine Hände waren nicht fehlerfrei.
Denn ich war blind, von Stolz und von Hast,
mein Unwissen war wie ein stürmischer Rast.
Ich sprach, ohne Maß, ich schlug ohne Grund,
und traf jene Wunden, die nie mehr gesund.
Jetzt steh ich da – mit Schuld in der Brust,
doch auch mit Hoffnung, mit heilender Lust.
Ich kann nicht zurück, doch ich kann es besteh’n:
Ein neues Gerüst – damit andere sehn:
Dass wer einst zerstörte, auch bauen kann,
wenn Demut beginnt, wo Stolz einst begann.