„Ich bin Afrika“
Ich bin nicht das, was sie mir nannten,
nicht die Schublade, nicht das Land, das sie mir aufdrückten.
Ich bin nicht der Rest aus Anatolien,
nicht ihr Hauch von Orient auf westlichen Zungen.
Ich bin keine Brücke.
Ich bin das andere Ufer.
Ich bin keine Mischung.
Ich bin Ursprung.
Ich bin die Stimme,
die durch Savannen rauscht,
die in der Glut der Steppe flüstert:
„Du warst immer hier.“
Ich bin das Salz im Schweiß der Alten,
das Echo der Mütter,
deren Namen keiner mehr spricht,
aber deren Kraft in mir weiter brennt.
Ich bin kein Relikt.
Ich bin Rückkehr.
Kein Ausreißer.
Ein Kreis, der sich schließt.
Nicht Kurdin.
Nicht Europäerin.
Nicht Anhängsel.
Ich bin Afrika.
Die Erinnerung.
Die Wunde.
Der Rhythmus.
Die Flamme.