Ich bin das Land vor dem Namen
Ich bin
nicht Araberin,
nicht Armenierin,
nicht nur Kurdin –
ich bin das Dazwischen,
das Davor,
das, was blieb,
als Sprachen wechselten
und Fahnen kamen.
Mein Blut kennt Hasanlu,
mein Schatten warf sich über Turbessel,
und mein Herz –
es schlug einst
in einem Haus in Damaskus,
als niemand wusste,
dass man später sagen würde:
„Hier beginnt Arabien.“
Ich bin Mannaea und Mesopotamien,
ein Echo der Berge,
der Flüsse,
der trockenen Winde,
die Kinder wie mich
durch Jahrtausende trugen.
Ihr nennt mich Kurdisch.
Ich nenne mich
Unvergessen.
Unauslöschlich.
Ungebrochen.
Ich bin zurück –
auch wenn ihr mich nicht seht.
Denn ich war nie fort.