Genetic/Narcissistic Rage

„Ich bin der Geist – und ihr wollt, dass ich verschwinde“

Der Türke mit der Tochter.
Ihr klatscht,
ihr sagt: „Wie schön sie ist.“
Ihr liebt’s, wenn’s in euer Weltbild passt.
Vorzeigefamilie, glatt, vorführbar.
“AUTHENTISCH”.

Und ich?

Ich steh mit meinem Vater.
Dem Kurden.
Und ihr tut so, als wär er nichts.
Fragt: „Ist das ihr Mann?“
Nie: „Ist das ihr Vater?“
Oder: “Was glotzt der so?”
Der Dozent mit seiner dummen Bemerkung: “Entschuldigen Sie, dass ich so unpersönlich bin.”

Weil ein Kurde nicht ins Bild passt.
Weil ihr nicht zulassen wollt,
dass wir überhaupt Familie sein dürfen.

Mich nennt ihr Geist.
Ich sei nicht greifbar, nicht ganz da.
Weil ich nicht euer Lächeln spiele.
Weil ich nicht die Tochter bin,
die ihr an die Vitrine stellen könnt.

Und sie?
Sie sagen Dinge, wie, “Lasst sie allein mit ihrem Dildo.”
Als würden sie sich wärmen an Plastik,
während ich erfriere in der Kälte ihres Blicks.

Aber ich bleib.
Als Geist.
Als Tochter.
Als Wahrheit,
die euch nicht passt.
Als Mensch ohne Geschichte.
Als Protokoll in der Psychiatrie,
Oder als Polizeibericht.

DRRCKSNAZIFICKDEUTSCHE.