Ich bin Iraner – aber kein Perser
Ich bin aus Staub, aus Berg und Stein,
aus Zagroswind und Abendschein.
Mein Herz schlägt tief in alter Spur,
doch nicht in Fars, nicht in der pur.
Ich sprech die Sprache, die auch sie,
doch meine Worte brennen wie
die Glut der Steppe, ungezähmt –
ein Volk, das seinen Namen nimmt.
Ich bin Iraner, ja, verwandt,
mit Paschtu, Osset, Belutschland.
Doch keiner nennt mich leise „Fars“,
denn meine Stimme trägt den Marsch.
Ich bin kein Schatten eines Reichs,
kein Echo von Shiraz’ Palästs,
ich bin der Sohn der stillen Schlucht,
die man seit tausend Jahren flucht.
Ich bin der Kurde, ungezähmt,
der seinen Platz noch immer nämnt.
Ich bin Iran – doch nicht wie ihr.
Ich bin mein Volk. Und das ist mir.