„Ich bin kein Steppekind“ – Gedicht
Ich hab die Schnauze voll,
von Yamnaya-Gestammel,
von Sintashta-Kreisen,
wo sie ahnen, raten, sammeln.
Immer diese Steppe,
immer dieses Ross,
als wären meine Ahnen
in ’nem Streitwagen-Boss.
Sie schmeißen mit Namen,
mit Clades und mit Charts,
doch vergessen dabei
den Pulsschlag meines Parts.
Ich bin kein Steppenreiter,
kein blondes Fossil,
kein Indogermanenträumer
auf akademischem Spiel.
Mein Blut ist nicht geliehen
von Sintashta-Kriegerei,
mein Land hat seine Wurzeln
nicht am Ural vorbei.
Ich bin der Wind von Zagros,
der Widerstand von Şengal,
die Stimme in Hewlêr,
nicht Teil von deren Zahl.
Lasst sie schwadronieren
von Bronzezeit und Gen,
ich sprech in meiner Sprache –
„Ez Kurd im, ez tenê jen.“
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