Genetic/Narcissistic Rage

„Ich bin nicht das, was ihr seht“

Ich habe eine Behinderung.
Nicht weil ich gebrochen bin,
sondern weil ihr mich brecht –
mit Blicken, mit Fragen,
mit dem ständigen „Geht’s dir gut?“
wenn ich längst längst gehe.

Ich habe eine Behinderung,
und trotzdem helfe ich.
Gerade deswegen.
Weil ich weiß,
wie es ist,
wenn Hilfe nicht hilft,
weil sie nie gefragt war.

Ich will nicht in Schubladen leben.
Ich bin nicht euer Projekt.
Ich bin nicht der Grund,
warum ihr euch gut fühlt.

Ich bin Stimme.
Ich bin Grenze.
Ich bin Bewegung.

Und wenn ich helfe,
dann aus Stolz.
Nicht aus Schwäche.
Aus Verbundenheit.
Nicht aus Dankbarkeit.
Und nicht,
weil ich muss.
Sondern
weil ich weiß, wie sich das Schweigen anfühlt.