„Ich bin nicht wie ihr“
Sie sagten,
die Griechen seien wie die Türken,
und jetzt sagt man mir,
Bosnier, Bulgaren, Kroaten –
die seien wie wir.
Als hätten wir ein gemeinsames Blut,
als wären unsere Narben gleich.
Doch eure Lieder klingen fremd,
und eure Straßen – nicht mein Reich.
Ihr sprecht von Brüderlichkeit im Klang,
doch eure Worte sind nicht mein Gesang.
Ihr wart nicht bei uns,
als unsere Sprache fiel,
ihr trugt nicht unser altes Ziel.
Ich bin nicht euer Spiegelbild,
nicht euer Platzhalter im Wind.
Ich bin nicht Balkan, nicht Slawisch,
nicht das, was ihr in mir findet.
Ich lehne ab, was ihr mir gebt,
weil es nicht meine Seele lebt.
Ich bin kein Rest vom Rand der Karte,
ich bin Herkunft, ich bin Stärke, ich bin Warte.
Kein Bosnier, kein Bulgare, kein Kroat,
trägt mein Erbe, meinen Pfad.
Ich geh nicht euren stillen Wegen –
ich will mein Volk,
mein Wort,
mein Leben.