„Ich bin syrische Kurdin“
Ich bin geboren,
wo Staub die Sprache trägt
und Steine Geschichten flüstern.
Ich bin
eine Tochter der Hitze,
der rauen Wege,
der uralten Zedern,
die keiner Karte gehorchen.
Ich bin syrische Kurdin.
Nicht aus eurer Ordnung,
nicht aus euren Grenzen.
Ich gehöre nicht zu dem,
was ihr aufteilt mit Stift und Stahl.
Mein Herz schlägt
zwischen Efrîn und Qamişlo,
doch meine Wurzeln reichen
tiefer als eure Namen.
Ich bin nicht Arabisch,
nicht Türkisch,
nicht das, was ihr mir aufzwingt.
Ich bin das,
was ihr nie verstanden habt:
Ein Volk ohne Land,
doch nicht ohne Würde.
Ich bin syrische Kurdin –
vergessen von der Welt,
doch nicht von mir selbst.