„Ich hab den Bulgaren in die Türkei geprügelt“
Ich hab den Bulgaren
in die Türkei geprügelt –
mit Worten wie Fäusten,
mit Blicken,
die keine Lüge mehr dulden.
Er stand da,
mit Sprache auf zwei Zungen,
mit Geschichte aus dritter Hand,
und sagte:
„Wir sind Brüder.“
Ich antwortete mit
der Wahrheit meiner Knochen,
der Asche meiner Großeltern,
der Rauchspur
seiner Verleugnung.
Ich hab ihn
in die Türkei geprügelt,
dorthin,
wo seine Sehnsucht nach Stärke
endlich die Fahne küssen darf,
die er sich in die Kehle gewünscht hat.
Er wollte kein Balkan sein,
kein Minderer,
kein Spiegelbild des Ostens –
also gab ich ihm,
was er suchte:
Grenzen.
Nation.
Vergessen.
Und als er sich verbeugte
vor fremder Macht,
verlor er alles,
was ihn einmal zu etwas Eigenem machte.
Sein Land –
ausradiert von der Weltkarte.
Nicht mit Bomben,
nicht mit Feuer,
sondern mit freiwilliger
Unterwerfung.