Ich habe nicht geatmet.
Nicht, weil ich es vergessen habe –
sondern weil ich es nicht mehr konnte.
Die Luft war voll von Dingen,
die nicht mir gehörten.
Rauch,
den andere ausgeatmet haben,
Gedanken,
die nie für mich gedacht waren.
Sie reden von Freiheit,
doch sie füllen den Raum
mit allem,
was mich erstickt.
Ich habe gesagt: „Ich halte das nicht aus.“
Und sie haben gelacht.
Ich habe gesagt: „Es tut weh.“
Und sie haben gesagt: „Stell dich nicht so an.“
Also hielt ich den Atem an.
Ich habe nicht geschrien.
Ich habe nicht protestiert.
Ich habe nicht geatmet.
Nicht aus Schwäche.
Sondern aus Widerstand.
Weil mein Körper die letzte Grenze war,
die ich noch ziehen konnte.
Aber heute atme ich wieder.
Nicht tief. Nicht frei.
Aber echt.
Und das ist der Anfang.
Nicht von Hoffnung –
sondern von Selbstschutz.