„Ich kam früher jeden Berg hoch“
Früher –
ich trat,
ich biss,
ich schwitzte,
ich flog.
Der Berg war steil,
aber ich war härter.
Ich kannte keine Gnade,
nur Steigung.
Ich war die Kraft,
ich war das Tempo,
ich war das Lied,
das keine Pause kannte.
Und jetzt?
Jetzt stocke ich.
Der Berg wird länger.
Meine Muskeln flüstern statt zu schreien.
Und ich frage mich:
Bin ich schwächer?
Oder sehe ich einfach klarer?
Ich fahre langsamer –
aber bewusster.
Ich schaffe weniger –
aber verliere nicht mich selbst.
Ich trete noch immer.
Nur nicht gegen den Berg –
sondern gegen den Zweifel.
Und wenn ich eines Tages
doch Hilfe nehme,
dann ist sie kein Feind,
sondern nur das,
was mich dorthin bringt,
wo ich schon war –
und wo ich wieder hin will.