„Ich nahm mir die Straße“
Sie sagten,
es sei falsch,
gefährlich,
schamlos,
das Allerletzte –
per Anhalter zu fahren.
Aber ich habe mir nur genommen,
was andere gebaut haben:
Straßen aus Beton,
mit Blut bezahlt,
von Männern gepflastert,
die dachten,
sie würden bestimmen,
wer sie nutzen darf.
Sie bauten Wege –
für sich,
für ihre Söhne,
für tapfere Abenteurer
mit Kameras und Bärten.
Doch ich stand da,
ohne Schutz,
ohne Stolz,
aber mit Willen –
und hob den Daumen.
Nicht um zu betteln,
sondern um zu zeigen:
Auch ich darf gehen.
Auch ich darf fahren.
Auch ich darf
frei sein.
Sie sagten,
ich sei das Allerletzte.
Aber ich war nur
die Erste,
die sich nicht mehr fragte,
ob sie dürfte.