Ich öffne die Seite, ein Flackern, ein Blick –
und da sitzt er: Atatürk, kalt und schick.
Nicht mein Held, nicht mein Stern,
ein Fremder, der sprach: “Kurdên gibt’s nicht mehr!”
Er grinste von Plakaten, vom Bildschirm so stolz,
doch für uns hieß er Schweigen, Verbot und Holz.
Verbrannte die Wörter, die Lieder, den Klang –
ließ uns zurück mit Schmerz und Zwang.
Er kam nicht aus mir, nicht aus meinem Blut,
ein Türke aus Bulgarien, mit eiserner Glut.
Doch ich bin ein Kurde, nicht aus seinem Traum,
mein Weg führt ins Freie, nicht durch seinen Raum.