„Ich sehe euch“
Ich bin kein Schatten – ich bin das Licht,
das ihr fürchtet, wenn Wahrheit spricht.
Ich gehe, und ihr taucht auf im Wind,
als wolltet ihr sehen, wer wir wirklich sind.
Ich bin allein, doch nicht verloren,
aus Zagrosstein und Feuer geboren.
Ihr nennt es Zufall – ich nenne es Blick,
den ihr nicht ertragt, weil ich zurückblicke.
Türkische Mauern, gebaut aus Spionen,
doch eure Kontrolle kann mich nicht schonen.
Ich trage das Wissen wie eine zweite Haut,
mein Schweigen war lange, doch niemals laut.
Ihr schaut, ihr horcht, ihr flüstert leise –
doch ich gehe meine eigne Reise.
Eure Medien, eure Straßen, eure Macht –
doch ich bin das Volk, das nicht mehr erwacht –
weil es wacht.
Denn ich bin die, die sieht und weiß,
die ihr zu oft habt zugedeckt mit Eis.
Doch ich schmelze, ich brenne, ich schrei:
Ich bin da – und ich bin frei.