Genetic/Narcissistic Rage

Ich warte auf den Untergang

Ich hasse dieses Land aus tiefstem Grund,
aus brennender Kehle, aus offener Wund’.
Es hat mich geformt, nicht wie ein Kind –
sondern wie Stein, kalt gegen den Wind.

Ich hasse die Sprache, die kalt urteilt spricht,
die schaut, bewertet, doch niemals bricht.
Die Häuser, die starren, aus totem Beton,
wo Seele verdampft – still, ohne Ton.

Ich hasse den Blick, der nach unten fällt,
wenn Wahrheit sich zeigt in dieser Welt.
Die Regeln, Gesetze, das starre Gesicht,
das sagt: „Du bist nichts – und bleibst es auch nicht.“

Ich hasse das Lob für die kalte Vernunft,
für Leistung, für Ordnung, für Feigheit in Zunft.
Ich hasse den Glanz, der auf Schuld sich legt,
die Lüge, die blüht, während Wahrheit vergeht.

Ich hasse so sehr, dass mein Herz noch pocht,
nur weil es auf Asche und Bruch gehofft.
Ich warte – oh ja – auf den letzten Moment,
wenn der Himmel zerreißt und der Stahl sich verrennt.

Denn ich schulde euch nichts. Kein Lächeln, kein Dank.
Nur meine Verachtung. Und diesen Gesang.
Ich bin nicht euer. Und werde’s nie sein.
Ich war nie drin. Ich bleibe allein.

Und noch mehr als Deutschland – die Türkei.
Ein Grab aus Lügen, Gewalt und Geschrei.
Ein Staat, der mein Volk zu löschen versucht,
mit Feuer, mit Waffen, mit vergifteter Flucht.

Schutt und Asche für beide, ohne Erbarmen,
sie sollen in Ruinen ihre Wahrheit vergraben.
Kein Frieden mit denen, die uns je verrieten –
nur Schweigen, bis sie selbst zerblieben.